Städte und Orte auf Menorca: Maó, Ciutadella, die Dörfer und die Ferienorte
Die Städte und Orte Menorcas: Maó und Ciutadella, die Dörfer im Inland, Fornells, Binibeca und die Ferienorte – was jeder Ort bietet und für wen er passt.
Menorca hat zwei Städte, ein Dutzend Dörfer und eine Handvoll Ferienorte, und alles liegt so nah beieinander, dass du in einer Woche alles sehen kannst. Die Insel ist 50 Kilometer lang; die Hauptstraße Me-1 verbindet Ciutadella im Westen mit Maó im Osten in 45 Minuten und führt dabei durch die drei Dörfer des Landesinneren. Von dieser Achse zweigen die Straßen zu den Küstenorten ab.
Diese Seite erklärt, was jeder Ort ist, wofür er sich lohnt und für wen er als Unterkunft passt. Wenn du schon weißt, wo du wohnst, ist die Seite deiner Region nützlicher: Sie listet, was du von dort in wie vielen Autominuten erreichst, und schlägt eine ganze Woche vor.
Maó (Mahón): die Hauptstadt und der Hafen
Maó liegt am Ende eines fünf Kilometer langen Naturhafens, einem der größten des Mittelmeers, und genau deshalb haben sich Briten, Franzosen und Spanier im 18. Jahrhundert darum gestritten. Die Stadt sitzt oben auf den Klippen, der Hafen liegt unten, und die Treppen und Rampen dazwischen sind Teil des Spaziergangs.
Was du in Maó machst: den Mercat des Claustre in einem alten Kloster und den Fischmarkt (Mercat del Peix) mit seinen Tapas-Ständen, die Altstadt mit der Kirche Santa Maria und ihrer riesigen Orgel, die Destillerie Xoriguer am Hafen, wo seit der britischen Zeit Gin gebrannt wird, und einen Bootsausflug durch den Hafen vorbei an der Festung La Mola, der Lazarett-Insel und den Villen der Engländer. Abends isst man am Hafen, im Sommer spät.
Als Unterkunft passt Maó zu Paaren und Städtereisenden, die abends Leben um sich haben wollen, den Flughafen in zehn Minuten erreichen und die Strände des Südostens (Punta Prima, Binibeca, Es Grau) in fünfzehn. Die berühmten Buchten im Südwesten liegen von hier eine Stunde weg. Mehr dazu auf der Seite Maó und Es Castell.
Ciutadella: die alte Hauptstadt
Ciutadella war bis 1722 die Hauptstadt und ist die Stadt, die alle meinen, wenn sie „Menorca ist so schön“ sagen. Die Altstadt ist ein Geflecht aus engen Gassen mit Arkaden (Ses Voltes), Adelspalästen mit Wappen über den Toren, der gotischen Kathedrale und der Plaça des Born, einem der schönsten Plätze der Balearen. Der kleine Hafen unten ist ein Kanal zwischen Klippen, an dessen Rand die Fischrestaurants ihre Tische stellen.
Ciutadella ist auch die Stadt der Festes de Sant Joan am 23. und 24. Juni, des größten Festes der Insel, bei dem über hundert Pferde durch die vollen Gassen tanzen. Wer in dieser Woche kommt, braucht ein Zimmer Monate im Voraus.
Als Unterkunft ist Ciutadella die beste Basis für die Insel: die berühmten Buchten des Südens (Macarella, Turqueta, Son Saura) in 20 Minuten, die Nordküste in 30, der Sonnenuntergang am Leuchtturm Artrutx in 15, und abends die Stadt vor der Tür. Alles dazu unter Ciutadella.
Die Dörfer im Landesinneren: Alaior, Es Mercadal, Ferreries
An der Hauptstraße liegen die drei Dörfer, in denen Menorca am meisten nach Menorca aussieht: weiße Häuser, eine Kirche, ein Platz mit Bar, und drum herum Weiden mit Kühen und Trockensteinmauern.
Alaior ist das größte, ein Dorf der Schuhfabriken und des Käses — hier sitzen die Käsereien, deren Queso Mahón du überall kaufst, und einige lassen sich besuchen. Von Alaior geht es in zehn Minuten hinunter nach Son Bou, zum längsten Strand der Insel.
Es Mercadal liegt genau in der Mitte, am Fuß des Monte Toro, des höchsten Punkts der Insel (358 Meter), von dessen Kloster aus du an klaren Tagen beide Küsten siehst. Es Mercadal ist das Dorf zum Essen: Die Restaurants hier kochen die menorquinische Küche, wie sie sein soll, zu Dorfpreisen, und Fornells liegt zehn Minuten entfernt. Wer im Landesinneren wohnt, wählt jeden Tag frei zwischen Süd- und Nordküste — die einzige Region, in der der Wind nie das Programm bestimmt. Mehr unter Es Mercadal und das Landesinnere.
Ferreries ist das höchstgelegene Dorf, klein und ruhig, mit einem Samstagsmarkt und den besten Zugängen zu Cala Galdana (10 Minuten) und den Buchten Mitjana und Trebalúger. Dazwischen liegt Es Migjorn Gran, das kleinste Dorf der Insel, über dem Strand von Sant Tomàs.
Fornells: die Bucht im Norden
Fornells ist ein weißes Fischerdorf an einer geschlossenen, fast fünf Kilometer langen Bucht im Norden — flach, ruhig, ideal für Kajak und Segelanfänger, und mit einem Wehrturm aus der Piratenzeit an der Einfahrt. Berühmt ist Fornells für die Caldereta de Langosta, den Langusteneintopf, der hier in jedem Restaurant an der Promenade serviert wird und der 60 bis 90 Euro pro Person kostet.
Als Unterkunft ist Fornells die Wahl für Leute, die Landschaft statt Trubel wollen: Die wilden Strände des Nordens — Cala Pregonda, Cavalleria, Binimel·là — liegen 10 bis 20 Minuten entfernt, die Südbuchten 40. Der Haken ist der Wind: Bei Tramuntana bleibt die Bucht ruhig, aber die Strände des Nordens sind unbrauchbar. Mehr unter Fornells und der Norden.
Binibeca und Es Castell: der Südosten
Binibeca Vell ist das Dorf von den Postkarten: verwinkelte weiße Gassen, Bögen, Treppen, Fischerboote. Es wurde allerdings 1972 als Feriensiedlung im Stil eines Fischerdorfs gebaut — schön ist es trotzdem, am schönsten nach 17 Uhr, wenn die Ausflugsbusse weg sind und das Licht flach steht. Die Bewohner bitten um Ruhe; es ist ein Wohnort, kein Museum.
Es Castell ist der östlichste Ort Spaniens — hier geht die Sonne als Erstes auf — und wurde 1771 von den Briten als Georgetown gegründet. Der Grundriss ist ein englisches Schachbrett mit dem Exerzierplatz in der Mitte, und Cales Fonts, der kleine Hafen unten mit den Restaurants in den alten Bootshäusern, ist der schönste Ort der Insel für ein Mittagessen am Wasser.
Der Südosten ist die Region für alle, die nah am Flughafen und an Maó sein wollen und mit kleinen, geschützten Stränden (Punta Prima, Binibeca, Binissafúller) zufrieden sind. Mehr unter Punta Prima und Binibeca.
Die Ferienorte: wo die meisten Urlauber wohnen
Die eigentlichen Urlaubsorte sind in den 1970er- bis 90er-Jahren entstanden und liegen alle am Meer. Sie sind keine Städte — Restaurants, Supermärkte, Hotels und Apartments rund um einen Strand —, aber genau deshalb funktionieren sie mit Kindern so gut. Die wichtigsten:
- Cala Galdana (Süden): die schönste Ferienbucht der Insel, ruhiges Wasser, Hotels direkt am Sand, und die unberührten Buchten Mitjana und Macarella zu Fuß erreichbar. Die beste Wahl mit kleinen Kindern. → Region Cala Galdana
- Cala’n Bosch und Son Xoriguer (Südwesten): zwei Strände mit Bar und Treppe, eine Marina mit Terrassen, der Leuchtturm Artrutx für den Sonnenuntergang und Ciutadella in zwölf Minuten. → Region Cala’n Bosch
- Son Bou und Sant Tomàs (Südmitte): die langen Sandstrände mit Dünen, für alle, die Platz statt Bucht wollen, und zentral für die ganze Insel. → Region Son Bou
- Punta Prima (Südosten): Familienstrand mit Blick auf die Leuchtturminsel, zehn Minuten vom Flughafen.
- Son Parc und Arenal d’en Castell (Norden): die einzigen Ferienorte der Nordküste, mit dem Golfplatz der Insel und einer geschützten runden Bucht.
- Cala Blanca, Santandria, Cala Morell (Westen): kleine Siedlungen rund um Ciutadella, ruhig, mit Buchten zu Fuß.
Was es auf Menorca nicht gibt, ist ein Ort wie El Arenal oder Magaluf: keine Hochhausfront, keine Partymeile. Der lauteste Ort der Insel ist die Marina von Cala’n Bosch an einem Augustabend, und das ist immer noch leise.
Welcher Ort für wen
Zum Schluss die Faustregel, die ich Freunden gebe:
- Kleine Kinder → Cala Galdana, Son Bou oder Cala’n Bosch: Strand ohne Auto, flaches Wasser, Bars am Sand.
- Paare, Abende in der Stadt → Ciutadella (schöner) oder Maó (Flughafen, Hafen).
- Ruhe, Wandern, Landschaft → Fornells, Cala Morell oder ein Agroturismo bei Es Mercadal oder Ferreries.
- Nur drei oder vier Tage → Ciutadella, weil von dort alles am nächsten ist (Reiserouten).
- Später Flug, früher Rückflug → Maó oder Punta Prima.
Und egal wo du wohnst: Der Tagesplaner zeigt dir von jedem Ort aus, was in der Nähe liegt, und Welcher Strand heute? sagt dir morgens, welche Küste der Wind freigibt.
Häufige Fragen
Was ist die Hauptstadt von Menorca?
Maó (spanisch Mahón), im Osten der Insel, mit dem Flughafen vor der Tür und einem der größten Naturhäfen des Mittelmeers. Ciutadella im Westen war bis 1722 die Hauptstadt und ist bis heute die schönere Altstadt.
Welche Stadt ist schöner, Maó oder Ciutadella?
Für die Altstadt Ciutadella: Paläste, Kathedrale, Arkadengassen und ein kleiner Hafen zum Abendessen. Für den Hafen, die Märkte und das britische Erbe Maó. Wer nur einen Tag hat, nimmt Ciutadella; wer eine Woche hat, sieht beide, sie liegen 45 Minuten auseinander.
Wo wohnt man am besten auf Menorca?
Kommt auf die Reise an. Familien mit kleinen Kindern: Cala Galdana, Son Bou oder Cala'n Bosch, mit Strand vor der Tür. Paare, die abends ausgehen: Ciutadella oder Maó. Wer Ruhe und Landschaft will: Fornells oder ein Agroturismo im Landesinneren. Die Regionen-Seiten vergleichen sie im Detail.
Wie viele Einwohner hat Menorca?
Rund 100.000, davon je etwa 30.000 in Maó und Ciutadella. Im August verdoppelt sich die Zahl der Menschen auf der Insel durch Urlauber — was für eine Baleareninsel immer noch wenig ist.
Was ist das schönste Dorf auf Menorca?
Binibeca Vell im Südosten ist das meistfotografierte: ein weißes Fischerdorf mit engen Gassen, allerdings in den 1970ern als Feriensiedlung gebaut. Echt gewachsen und sehr schön sind Fornells an seiner Bucht im Norden und Es Mercadal im Landesinneren, am Fuß des Monte Toro.
